Von einem Kaninchen, dass eine Begegnung mit dem Fuchs überstand

In den Morgenstunden einer lauen Sommernacht weckte mich ein markerschütternder Schrei sehr unsanft. Ein Blick aus dem Fenster und wir sahen einen halbwüchsigen Fuchs, der das Gitter unseres Außenhasenstalles auf der Wiese demoliert und unseren 4 – jährigen Zwergwidder bereits 2m hinter den Stall gezerrt hatte.

Durch unser Erscheinen ließ der Fuchs vom todesverängstigten Hasen ab und flüchtete. Der Hase rettete sich an die Hauswand, wo wir ihn zitternd und total zusammen gekrümmt fanden. Vorsichtig brachten wir ihn in seinen festen Stall.

Drei Stunden später saß er in diesem Stall noch immer am ganzen Leib zitternd, zusammen gekrümmt und in unverändert ängstlicher Position.

Nach einem kurzen Telefonat mit Petra Friedrich war diese bereits 15min später bei uns. Sie fragte, wie sein Befinden normalerweise sei – er ist ein eher nicht so verschmuster Hase, der mit einem Meerschwein den Stall teilt. Mit diesem kuschelt er auch. Zu uns Menschen ist er eher scheu und unruhig. An seiner Nase ist meist etwas Schnupfen sichtbar. Nach ein paar Gaben Aconitum in Wasser aufgelöst und mit einer Spritze ins Mäulchen verabreicht, besserte sich Hoppels Zustand im Laufe des Tages. Nach der ersten Gabe wurde das Zittern weniger, nach der 2. Gabe legte er sich entspannt der Länge nach im Stall nieder. Am Nachmittag hörte das Zittern nach einer weiteren Gabe völlig auf, doch er trank und frass nicht.

Dafür hatte Petra uns Ledum da gelassen und nach der Gabe eines Kügelchens begann der Hase ½ Minute später die Leckereien zu fressen, die auch vorher schon vor ihm lagen und die er nicht angerührt hatte.

Am nächsten Tag war keine Auffälligkeit des Hasen mehr zu bemerken.

Danke für die schnelle und sichere Behandlung, Petra.

 

PS: Als 1 ½ Monate später unser Meerschweinchen starb, fing bei Hoppel wieder an, der Schnupfen sichtbar zu werden und er nieste. Petra hatte uns bereits bei der ersten Behandlung das Mittel Natrium muriaticum gegeben, um den Hasen gegen Schnupfen zu behandeln. Wir verabreichten es ihm nun. Seine Verfassung besserte sich darauf hin rasch.

Danke für die gute Behandlung und Begleitung. Frau A.B. aus Meißen